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| v.l.: Dr. Otto Graf Lambsdorff, Joachim Stamp, Dr. Richard Herzinger |
Am Eröffnungsabend ging der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagfraktion Markus Löning in seinem Beitrag "Gibt es eine liberale Entwicklungspolitik?" mit der klassischen Entwicklungspolitik der Industriestaaten ins Gericht, die bisher nur begrenzte Erfolge hervorgebracht hat. Die weltweite Politik der Nachhaltigkeit wird nach der Auffassung des liberalen Bundestagsabgeordneten oft auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen.
Professor Ashok V. Desai, Herausgeber des Telegraph aus Neu Dehli, Berater der indischen Regierung verdeutlichte an konkreten Beispielen die Kosten und Probleme ökonomischer Entwicklung.
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| Angeregte Diskussion nach den Vorträgen |
"Menschenrechte und Marktwirtschaft – ein Widerspruch?" war das Thema der Vorstandsvorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dr. Otto Graf Lambsdorff. Menschenrechte und Marktwirtschaft bedingen einander. „Marktteilnehmer treten miteinander in Wettbewerb, gehen dabei Risiken ein, können aber gleichzeitig von ihrer Arbeit und ihrem Wissen profitieren. Unternehmergeist und Leistungsbereitschaft als Grundlagen des Wohlstandes werden durch positive Anreize befördert.
Menschen dagegen, deren körperliche Unversehrtheit, deren Freiheit und deren Eigentum nicht geschützt sind, werden sehr viele Ressourcen zu deren Schutz und nicht für eine produktive Tätigkeit verwenden. Das ist ein Zustand, den wir heute in vielen Entwicklungsländern vorfinden. Menschen, deren Rechte nicht geschützt sind, werden in vielen Fällen überhaupt von eigener Initiative abgehalten. Der Rechtsstaat ist also essentiell für die Entwicklung eines Landes.“ Dr. Richard Herzinger, Weltwoche Zürich, kommentierte Lambsdorffs Ausführungen und übte Kritik an der Zurückhaltung vieler Politiker in der Kritik von Menschenrechtsverletzungen in Dritt-Welt-Ländern. Lambsdorff bekräftigte diese Kritik, es sei Aufgabe der Politik Menschenrechtsverletzungen anzuprangern. Die Erfahrung zeige, dass dies keine langfristigen Auswirkungen auf Wirtschaftsbeziehungen habe.
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| Professor Wilfred Beckerman |
Dr. Andreas Renner vom Institut für Organisationskommunikation, Bensheim, vertrat hingegen das Konzept der nachhaltigen Entwicklung, da dadurch die langfristige Stabilität und Entwicklung der Entwicklungsländer gesichert werden kann.
Das letzte Diskussionsforum befasste sich mit den Bretton Wood Institutionen Internationaler Währungsfond (IWF) und Weltbank. Der vormalige Vizepräsident für Europa der Weltbank und jetzige Berater der britischen Regierung als Vorsitzender des Human Development Policy Department for International Development, London, Dr. Hans-Martin Böhmer, erläuterte die Funktionen des IWF als kurzfristiger Krisenmanager und der Weltbank als langfristiger Entwickler. Beide Institutionen seien für die Entwicklung notwendig. Wenn es sie nicht gäbe, wäre es höchste Zeit sie zu erfinden.
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| v.l.: Mohammed Nosseir, Patrick Welter, Barbie Haller, Dr. Hans-Martin Böhmer |
Die mehr als 120 Teilnehmer des Kongresses führten im Plenum und in Einzelgesprächen intensive Diskussionen und waren mehrheitlich der Auffassung neue Erkenntnisse gewonnen zu haben und die Globalisierung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Rede Dr. Otto Graf Lambsdorff
Rede Rainer Erkens, Regionalbüro Afrika
Rede Professor Wilfred Beckerman
Rede Patrick Welter
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