Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Porto Allegre/Brasilien: XXI. Forum der Freiheit [Druckversion]




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Porto Allegre/Brasilien: XXI. Forum der Freiheit


Eröffnung des Forums...
„Mehr wirtschaftliche Freiheit - weniger Staat“ – das wurde mehrheitlich auf dem XXI. Forum der Freiheit zum Thema “Heute ist der Markt die Welt“ in Porto Allegre (Brasilien) gefordert. Vor ca. 5000 Unternehmern, Politikern, Journalisten, Akademikern und Studenten diskutierten nationale und internationale hochrangige Vortragende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Bürgergesellschaft und Politik u.a. zu folgenden Themen: die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Transformation des integrierten Weltmarktes, die aus der Globalisierung resultierende ökonomische und menschliche Unabhängigkeiten, die Beziehungen zwischen globalen und nationalen Märkten, der freie Handel und der Umgang mit dem Klimawandel.

...durch Giancarlo Mandelli.
Die Eröffnungsrede des Forums hielt Giancarlo Mandelli, Präsident des Instituts für Unternehmerstudien (IEE in Portugiesisch) -Partnerinstitut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Brasilien -, das seit vielen Jahren Veranstalter dieses größten, jährlichen, lateinamerikanischen Diskussionsforums ist. Mandelli hielt die Tatsache, dass sich die wirtschaftliche Freiheit Brasiliens in den letzten fünf Jahren weiter verschlechtert habe, für höchst bedauerlich. Laut dem Index der wirtschaftlichen Freiheit, der jährlich von der The Heritage Foundation ermittelt wird, befindet sich Brasilien in 2008 auf Rang 101 von insgesamt 170 Ländern. (Unter den 29 evaluierten lateinamerikanischen Ländern ist Brasilien auf Platz 21). - Dem Index liegen 10 Aspekte zugrunde, u.a. die unternehmerische, kommerzielle, steuerliche und arbeitsrechtliche Freiheit eines Landes, die Einhaltung der Eigentums- und Menschenrechte sowie das Niveau der vorherrschenden Korruption. Je höher der Index, desto dringlicher eine Politikreform.


Gegensätzliche Positionen beim Klimawandel

Auf dem Forum der Freiheit wurde auch das Thema Klimawandel diskutiert. Dabei vertraten die beiden eingeladenen Umweltexperten, Prof. Philip Fearnside und Prof. Luiz Molion höchst gegensätzliche Positionen, obwohl sie sich zum Teil auf dasselbe Datenmaterial bezogen. Prof. Molion vertrat z.B. die Position, dass die Klimaänderung der Erde bislang noch auf einem ganz normalen Zyklus zwischen Erderwärmung und -abkühlung beruhe, der vor allem durch den Pazifik bedingt sei. Und dass erst in ca. 30 Jahren, wenn überhaupt, abzusehen sein werde, ob die heutige Klimaänderung normal oder tatsächlich außergewöhnlich sei.

Unter den Vortragenden befanden sich u.a. auch der kubanische Journalist, Schriftsteller und Partner des Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit für Lateinamerika mit Sitz in Mexiko, Carlos Alberto Montaner, und der Politologe und Vizepräsident des Internationalen Programms des Cato Instituts, in Washington, USA, Tom G. Palmer. Von ihm hat das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Deutschland erst kürzlich einen Text zum Thema „Die Freiheit richtig verstanden“ in ihrer englischsprachigen Publikationenreihe Occasional Papers herausgegeben.




Website des Forums
Das Forum bot außer den Panels auch eine interessante kulturelle Ausstellung zum Thema Globale Märkte an, die in der Vorhalle des Konferenzsaales aufgebaut war und die ökonomischen Aktivitäten verschiedener Länder der Welt darstellte. Dabei wurden vom Autor der Ausstellung, Wagner Lenhart, Länder mit hoher und niedriger wirtschaftlicher Freiheit gegenübergestellt.


Service für Webbesucher und politischen Nachwuchs

Seminar für junge Multiplikatoren
Auf der Website des Forums hatten Internetsurfer nicht nur die Gelegenheit, das Forum live zu verfolgen, sie hatten auch Zugriff auf diverse Veranstaltungsinformationen, Artikel, Interviews und Nachrichten zum Forum der Freiheit. Das Forum, das auch in diesem Jahr wieder vorbildlich organisiert war, fand erneut sehr viel Aufmerksamkeit in den Medien.

Auch nahmen die ca. 40 Teilnehmer des zeitgleich mit dem XXI. Forum der Freiheit in Porto Alegre stattfindenden dritte Seminar für liberale junge Multiplikatoren auf Einladung der Stiftung Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Brasilien, nach Beendigung des ersten Veranstaltungstags ebenfalls am Forum der Freiheit teil.

Marco Maciel, Paulo Feijó und der Vorsitzende der Juventude Democratas in Rio Grande do Sul, Rodrigo Lorenzoni
Die Teilnahme der Jugendlichen am Forum des Partnerinstituts IEE sowie die Teilnahme von Vortragenden der Partnerinstitute IEE und Freiheitsinstitut am Jugendseminar dienten der Vernetzung der liberalen Partner in Porto Alegre.

An dem Jugendseminar nahmen ebenfalls viele hochrangige Persönlichkeiten der Democratas teil, so z.B. auch Vizegouverneur Paulo Feijó und der ehemalige Vizepräsident Brasiliens, Senator Marco Maciel, der sich zufrieden darüber äußerte, in sehr kurzer Zeit gleich an mehreren Seminaren der Democratas in Kooperation mit der Stiftung in Brasilien teilnehmen zu können.

Beate Bunse, Onyx Lorenzoni, Rodrigo Lorenzoni
Auch der Landesvorsitzende und Bundesabgeordnete Onyx Lorenzoni ließ es sich nicht nehmen, einige Worte an die Jugendlichen zu richten und sich für Fragen zur aktuellen Landespolitik zur Verfügung zu stellen. Vom Universitätsprofessor und ehemaligen Bundesabgeordneten Matteo Chiarelli wurde ein Vortrag zu einem der drei aktuellen Themenschwerpunkte der Stiftung, nämlich „Freiheit und Eigentum“ gehalten.

Anlässlich des 50. Jubiläums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hielt die Projektassistentin Beate Bunse schließlich noch einen Vortrag zur Gründungsgeschichte sowie nationalen und internationalen Arbeit der Stiftung, was ebenfalls auf sehr großes Interesse bei den Jugendlichen stieß. Auch nutzte sie die Gelegenheit, um für das Netzwerk der Liberalen in Lateinamerika RELIAL zu werben.

Beate Bunse


Nähere Informationen:

Forum da Liberdade (port.)
RELIAL (span.)

Die Stiftung in Lateinamerika und in Brasilien




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