Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Ringvorlesung: Deutschlandfunk - Agendasetter [Druckversion]




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Ringvorlesung: Deutschlandfunk - Agendasetter


„Das Deutschlandradio ist ein Produkt der deutschen Einheit und so was wie die deutsche BBC“, mit diesen Worten eröffnete Ernst Elitz, Intendant des Nationalen Hörfunks Deutschlandradio, seinen Vortrag.




Elitz verwies auf die besondere Gründungsgeschichte des Senders.
Das Deutschlandradio ist eine Fusion aus dem, von den amerikanischen Besatzern gegründeten Sender RIAS Berlin, dem Deutschlandfunk sowie des ehemaligen DDR-Senders Deutschlandsender Kultur. Die Vereinigung dieser drei unterschiedlichen Unternehmenskulturen resultiere in einem Selbstverständnis des Deutschlandradios als „unitarische Wiedervereinigungsklammer zwischen Ost- und West“.
Elitz betonte, dass regionale Radiosender die Identität der Region stärken, während es die Aufgabe des national ausgestrahlten Deutschlandradios sei, die Einheit des Staates zu dokumentieren und zu publizieren.
Ziel sei es, im Programm die Vielfalt der einzelnen Bundesländer widerzuspiegeln und ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit zu vermitteln.
Das Deutschlandradio, mit den Programmen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur, bilde sowohl im Bereich Kultur, als auch im Bereich der Informationen einen Kern der Grundversorgung.
Ernst Elitz
Deutschlandfunk sei eine Informations-, Deutschlandradio eine Kulturmarke.
Elitz bezeichnete „seine“ Programme als Leitmedien und Agendasetter.
Als Beleg hierfür diene zum einen die Übernahme der morgendlichen Deutschlandfunkthemen in anderen Medien, zum anderen sei Deutschlandfunk der meistzitiertes Hörfunk.
Besonders erfreulich findet Elitz, dass sich die Hörerschaft, insgesamt bis zu 8,6 Millionen regelmäßige Zuhörer, aus dem Bereich der Eliten von Wissenschaft, Journalismus, Politik und Management rekrutiere. Diese hörten Umfragen zufolge 3-4 mal täglich Deutschlandradio.
Diesen Erfolg führt Elitz unter anderem auf die werbe- und sponsoringfreie Programmgestaltung zurück. Gerade die Deutschlandinterviews seien aufgrund ihrer Länge von bis zu 7 Minuten und ihrer Liveausstrahlung besonders authentisch.
Elitz unterstrich die Qualität des Deutschlandradios mit dem Verweis auf die hohe Eigenproduktionsrate des Senders in Höhe von 68%. Des Weiteren sei Deutschlandradio der einzige Sender mit einem eigenständigen Hochschulprogramm namens „Campus und Karriere“.
Elitz warb für die Nutzung des Internets und bezeichnet das Internet als Freund des Radios. Besonders hob er hierbei das Internetangebot des Deutschlandradios hervor, dass über 4000 Buchrezensionen und Podcasts von 79 Sendungen beinhalte.
„Wie auch immer sie die Inhalte des Deutschlandradios nutzen wollten, sie können dies. Denn Hören ist Wissen und Kultur ist überall“, so das Fazit Elitzs.

Die Ringvorlesung wird aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.

Sie findet in Kooperation mit der OSI-Club der Freien Universität Berlin statt.

Das Programm zur Vorlesungsreihe finden Sie hier.




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