Früh übt sich…
Seinen Vortrag begann Tillmann mit der Aussage, dass alle Talente zu fördern, eine ökonomische Notwendigkeit sei. Der Kita-Bereich umschließe den Lebensbereich von Kindern, der am wenigstens von sozialen Schranken und Selektion beeinflusst sei. Setze man hier mit Bildungsangeboten an, so sei die Bildungsrendite je eingesetzter Bildungsmaßnahme am höchstens.
Daher müsse die Kita-Bildung und nicht der Hochschulbereich subventioniert werden. Tillmann machte deutlich, dass Deutschland im OECD-Vergleich nur 0,45 % des BIP in die frühkindliche Bildung investiere: „Das ist tatsächlich ein Armutszeugnis!“ Als Forderung leitete er daraus ab, dass es besser sei früh zu investieren, als später zu reparieren.
| Tillmann |
Auch das Programm „Haus der kleinen Forscher“ würde einfach, äußerst kostengünstig und im Alltag der Kitas anwendbar sein. Bisher würden sich über 1.500 Kitas daran beteiligen, die ihren Kindern Natur und Technik auf spielerische und praxisnahe Art näher bringen und würden.
| Tillmann, Yon, Werner (v.l.) |
Marcel Yon, Vater und Potsdamer FDP-Vorsitzender, appellierte an die Kitas einen Potsdamer-Kita-Frühling zu starten. Er kritisierte die Politik, da sie die Versorgung mit ausreichenden Kita-Plätzen in einigen Stadtteilen nicht gewährleiste und nicht langfristig denke. Vieles werde durch Engagement der Eltern geleistet und stoße teilweise auf Ignoranz und Ablehnung seitens der Stadtverwaltung. „Wir müssen alles zum Wohle unserer Kinder unternehmen“, forderte er abschließend.
In ihren Politischen Positionen zum Thema „Frühkindliche Bildung“ betont die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im Rahmen ihrer Bildungsinitiative pro Kopf, dass durch die frühkindliche Bildung wesentliche Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt werden. Gleichzeitig ist sie eine wesentliche Voraussetzung für Chancengerechtigkeit am Start des Bildungsweges.
Michael Gold
Referent Begabtenförderung
Die Veranstaltung wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert.
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