Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Ausstellung „22 x Algier-Berlin“ [Druckversion]
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Ausstellung „22 x Algier-Berlin“
Algerien ist auf dem Weg zu mehr Meinungsfreiheit, wie die Karikaturen von Djamel Lounis über das Leben in Algier im Vergleich zum Berliner Alltag im Truman-Haus zeigen.
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| Djamel Lounis |
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und das Goethe-Institut Algerien luden Djamel Lounis nach Deutschland ein, um im Truman-Haus seine Ansichten über Berlin und Algier zu präsentieren. Lounis näherte sich den beiden Weltstädten in Karikaturen – eine kulturelle Annäherung der besonderen Art. Diese Annäherung zeigt auch, dass Algerien nach Jahren des Terrors den Weg hin zum Rechtsstaat bestreitet und Freiheiten für künstlerisches Schaffen sowie Meinungsäußerung schrittweise einräumt.
Seit Oktober 2004 ist die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit , so die Leiterin Referat Afrika / Mittelmeerländer Dr. Gabriele Reitmeier, mit einem eigenen Büro in Algerien vertreten. Die Aktivitäten der Stiftung konzentrieren sich auf den Wirtschaftsbereich und den Aufbau einer aktiven Bürgergesellschaft. Gemeinsam mit der algierschen Richterakademie würde die Stiftung insbesondere die liberalen Grundlagen des Wettbewerbsrechts, des eigenverantwortlichen Handelns sowie des Rechtsstaates vermitteln.
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| Reitmeier |
In ihrer Eröffnungsrede dankte Reitmeier dem Goethe Institut in Algerien für die gute Zusammenarbeit, welche die gemeinsame Ausstellung ermöglichte. Mit „Bon soir et bienvenue monsiur Lounis!“ begrüßte sie den Künstler, deren Arbeit sie als „einfach genial“ einstufte.
In einem Grußwort beglückwünschte Christian Heldt, Vertreter des Auswärtigen Amtes, den Künstler und die Ausstellungsmacher für die Initiative, dank derer Djamel Lounis’ Einblicke in den algerischen Alltag in Deutschland zu bewundern sind. „Der Autodidakt Djamel Lounis (…) beschäftigt sich in seinen Zeichnungen vorwiegend mit Alltagssituationen in seiner Heimat, die er immer humorvoll, gelegentlich auch kritisch festhält.“
„Die Ausstellung von Karikaturen eines algerischen Künstlers in Deutschland zeugt von einer Intensivierung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern, auf allen Ebenen. (…) Deutschland ist bereit, Algerien auf seinem Weg in die Zukunft auch weiterhin beiseite zu stehen. Algerien wie der gesamte Maghreb sind für Europa, und gerade auch für Deutschland eine strategisch wichtige Nachbarregion“, betonte Heldt.
Djamel Lounis ist am 17. September 1971 in Algier geboren. Schon in jungen Jahren beginnt er zu zeichnen und von seinen Mitschülern Karikaturen anzufertigen. Nach der Schulzeit absolviert Djamel Lounis eine Lehre als Fernsehtechniker. Später findet er eine Anstellung als Briefträger bei der algerischen Post, wo er bis heute arbeitet. Nebenbei entwirft der Autodidakt Plakate, Illustrationen und Kataloge für Werbeagenturen. Herr Lounis ist Mitglied der „Federation of Cartoonists' Organisation (FECO)“. Er nimmt an verschiedenen internationalen Karikaturen-Ausstellungen teil, darunter in Spanien und in Deutschland anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006.
Den Eröffnungsabend rundete die algerische Musikgruppe Mokhtar ab, die mit ihren Liedern einen Teil der Besucher zum Tanzen animierte.
Michael Gold
Referent Begabtenförderung
Dauer der Ausstellung:
29. November 2007 bis 31. Januar 2008
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: frei
Ausstellungsort:
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Truman-Haus
Atrium im Neubau
Karl-Marx-Straße 2
14482 Potsdam-Babelsberg
S-Bahn Griebnitzsee
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