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4.7. - Liberale Stichtage: Die DVP, die Partei Gustav Stresemanns, löst sich auf Druck der Nationalsozialisten vor 75 Jahren auf

Wahlplakat der DVP mit Stresemann
Eine knappe Woche nach der DDP (s. Stichtag 28.6.) ergab sich auch die nationalliberale Schwesterpartei DVP in ihr Schicksal: Nachdem bereits Kommunisten und Sozialdemokraten verboten waren und die Deutschnationalen sich selbst aufgelöst hatten, resignierte auch der DVP-Vorsitzende Eduard Dingeldey (1886-1942).

Die einstige Partei Gustav Stresemanns war schon nach dem Tod ihrer großen Leitfigur im Oktober 1929 in schwere innerparteiliche Konflikte geraten und hatte ebenfalls wie die Linksliberalen einen starken Wählerschwund hinnehmen müssen. Den faktischen Zerfall der Parteiorganisation 1932/33 beantwortete der Vorsitzende mit der formalen Auflösung am 4. Juli 1933, um etwaigen Repressionen gegen Repräsentanten und Mitglieder zuvorzukommen.

In seiner Erklärung machte Dingeldey aber seine Distanz zum NS-System unmissverständlich klar, indem er die dritte Strophe des Deutschlandliedes zitierte.

1933 – Das Ende der Parteien
Dokument: Letztes Rundschreiben der DVP vom 21.09.1933 (Quelle: ADL, Bestand Carl-Hubert Schwennicke, N54-219)

Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.

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