Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - 22.5. - Liberale Stichtage: Friedrich Naumanns „Staatsbürgerschule“ nimmt in Berlin Lehrbetrieb auf [Druckversion]




22.5. - Liberale Stichtage: Friedrich Naumanns „Staatsbürgerschule“ nimmt in Berlin Lehrbetrieb auf


Kriegsbedingt war der Auftakt sehr unspektakulär; lediglich in einer Notiz für die Leser der „Hilfe“ wurde darauf hingewiesen, dass am 22. Mai 1918, abends 8 Uhr, am Berliner Kronprinzenufer 27 (heute Ludwig-Erhard-Ufer) die „Staatsbürgerschule“ ihren Vorlesungsbetrieb aufnahm.




Friedrich Naumann (Plastik vor dem Stiftungssitz)
Kriegsbedingt war der Auftakt sehr unspektakulär; lediglich in einer Notiz für die Leser der „Hilfe“ wurde darauf hingewiesen, dass am 22. Mai 1918, abends 8 Uhr, am Berliner Kronprinzenufer 27 (heute Ludwig-Erhard-Ufer) die „Staatsbürgerschule“ ihren Vorlesungsbetrieb aufnahm. Die Bildungsarbeit begann mit einem Vortrag von Naumanns Mitarbeiter Wilhelm Heile über „Die Verfassung und Verfassungsreform in Preußen-Deutschland“.

Friedrich Naumann, der den zweiten Vortrag am 6. Juni hielt, hatte sich mit dieser Gründung einen lange gehegten Traum erfüllt. Die „Staatsbürgerschule“ sollte „ein Heer von gutgebildeten Kämpfern heranbilden“, die dann „die Erziehung des Volkes zu staatsbürgerlichem Denken im liberalen, sozialen und nationalen Geist“ übernehmen würden. Großen Aufschwung erlebte Naumanns Schöpfung als „Deutsche Hochschule für Politik“ in der Weimarer Zeit, ehe sie nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freien Universität aufging. Für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit stellt die Staatsbürgerschule die Urmutter der liberalen Erwachsenenbildung dar.

Die Gründung der Deutschen Hochschule für Politik
Politische Bildung der Stiftung
Artikel von Wilhelm Heile : „Nutzen und Notwendigkeit einer politischen Volkshochschule“ (Die Hilfe, Nr. 17 vom 25.04.1918, S. 189-191)




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