Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Freisinnige Vereinigung [Druckversion]
Freisinnige Vereinigung
Rudolf Sohm und Lujo Brentano ca 1899-1903
Heinrich Rickert (1833-1902)
„Brentano ging 1903 mit zur Freisinnigen Vereinigung.“ „Die Lage der „Freisinnigen Vereinigung“ war in jener Zeit wenig glücklich [Anm.: Wahlergebnis der Reichstagswahl 1903: 2,6 % = 9 Sitze]. Ihre Überlieferung hing an dem Namen des Danziger Heinrich Rickert; der hatte noch zu den „Sezessionisten“ gehört, die 1880 die nationalliberale Fraktion verließen...“ „Rickert war keine bedeutende, aber eine kluge, warmherzige und parlamentarisch erfahrende Persönlichkeit, lebhaft an Volksbildungsbestrebungen interessiert – im Jahre 1902 starb er. Naumann war noch in lose Beziehung zu ihm gekommen.“
(In: Heuss, Theodor: Friedrich Naumann - Der Mann, das Werk, die Zeit. Stuttgart 1949)
„Naumann konnte (darum) sehr wohl auf die Begrüßung durch die Generalversammlung des liberalen Wahlvereins erklären, daß er und seine Freunde den sozialen Fortschritt auf liberaler Grundlage wollten.“ ...“die Freisinnige Vereinigung verfügte wenigstens über eine parlamentarische Vertretung im Reichstag und in dem preußischen Landtag und damit über eine politische Plattform, auf der sich leichter weiterbauen ließ.“
(In: Wenck, Martin: Friedrich Naumann. Ein Lebensbild. Berlin 1920)