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Frühkindliche Begabungsförderung in der "Lernwerkstatt Natur"

Dr. Dagmar Bergs-Winkels
in der "Lernwerkstatt Natur"
Bei dieser "pro kopf"-Veranstaltung der Akademie referierte zunächst Frau Dr. Dagmar Bergs-Winkels vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung der Universität Münster über "Begabungsförderung in der Elementarpädagogik". Sie gab ein faszinierendes Bild von der "wütenden Wissbegierde" von Kleinkindern, die je nach Eigenart und Neigung erkannt, gefördert und flankiert werden sollte.Dabei gilt es, besondere Beobachtungsverfahren zu wählen und die kindliche Neugierde methodisch reflektiert und individuell paßgenau in kreative Einsichten zu überführen. Anschließend referierte Hilke Eden, pädagogische Mitarbeiterin der "Lernwerkstatt Natur", über ihre Herangehensweisen und Erfahrungen im Umgang mit den naturforschenden Kindern, die die Einrichtung besuchen. Ihr Powerpoint-Vortrag (mit vielen Photos) ist diesem Bericht angehängt und demonstriert mustergültig die Möglichkeiten und Vorzüge dieser mit viel Engagement betriebenen Lernwerkstatt.
Im Anschluß an die Vorträge diskutierten die Besucher(innen) eindrucksvoll über theoretische und praktische Erfordernisse frühkindlicher Bildungsprofile. Es ist erfreulich, dass das Bewußtsein um die geistige und charakterliche Weichenstellung von Kleinkindern und damit die Einsicht in die - für Liberale zentrale - Förderung individueller Fähigkeiten in den letzten Jahren so markant zugenommen hat. Auch die Notwendigkeit intensiverer Professionalisierung des Erziehungspersonals wurde bei der Veranstaltung weithin gewürdigt. In Nordrhein-Westfalen wird übrigens derzeit heftig über das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) diskutiert, das der frühkindlichen Erziehung durch die Bündelung von Lern- und Betreuungsinitiativen in sogenannten Familienzentren neue Impulse geben will.
Hilke Eden, pädagogische Mitarbeiterin
Die Theodor-Heuss-Akademie wird diese Thematik - wiederum unter Mitwirkung von Frau Dr. Bergs-Winkels - in einem Spezialseminar vom 17. bis 18. September in Gummersbach fortführen - mit vielen best-practise-Beispielen, Gruppenübungen und einem Informationspart aus dem zuständigen Düsseldorfer Ministerium.
Der "Lernwerkstatt Natur" in Mülheim a.d. Ruhr, deren finanzielle Zukunft offen ist, kann man nach dieser beindruckenden Veranstaltung und der darin zum Ausdruck gekommenen (weiblichen) Erziehungs- und Bildungskompetenz nur wünschen, dass sie ihren wichtigen Auftrag weiterführen kann. Als liberale Freiheits-Stiftung weist man dabei gerne darauf hin, dass neben öffentlichen Zuwendungen hier auch mehr denn je private Finanzgeber gefragt sind.
Klaus Füßmann, Theodor-Heuss-Akademie

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