| Dr. Hans Georg Wieck, Deutscher Botschafter in Indien 1990-1993 |
| Amit Dasgupta, Gesandter der Botschaft der Republik Indien |
Der Unternehmensberater Dr. Johannes Wamser griff Dasguptas Aufforderung auf und legte anschaulich dar, wie deutsche Unternehmer dazu neigen, den indischen Markt zu unterschätzen. Laut Dr. Wamser tragen hierzu auch reine Äußerlichkeiten bei, wie er häufig in Indien beobachten konnte.
| Unternehmensberater Dr. Johannes Wamser über die neue Wirtschaftsmacht Indien |
| Filmemacherin Dorothee Wenner referiert über den indischen Film |
Mit dem entwicklungspolitischen Aspekt Indiens befasste sich Siegfried Herzog, der selbst viele Jahre in Südasien für die Stiftung tätig war und heute noch für den Bereich Asien zuständig ist. In seinem Vortrag „Marktwirtschaft von unten“ widerlegte er den populären Mythos wonach die Armen die Verlierer der Globalisierung seien. Anhand zahlreicher konkreter Beispiele und den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchung machte er deutlich, wer wirklich den Wohlstand für Arme verhindert. Herr Herzog legte dar, wie über Jahrzehnte die Eingriffe des indischen Staats die wirtschaftliche Betätigung vieler Inder eingeschränkt hatte und damit wesentlich zur Armut in Indien beigetragen hat. Erst mit der 1991 eingesetzten Wirtschafts- und Handelsliberalisierung bekamen viele Inder die Möglichkeit, ihre Lebenssituation zu verbessern und den heute augenfälligen Wohlstand zu schaffen.
In einem weiteren Vortrag stellte Siegfried Herzog die Arbeit der Stiftung in Südasien vor und erläuterte unter anderem die Hintergründe der Stiftungsarbeit mit den Exiltibetern. Als Folge dieser Arbeit könnten die hierfür entwickelten und auf Gewaltfreiheit basierenden Konzepte zur Lösung von Autonomie- oder Minderheitenkonflikten auch in anderen Regionen der Welt angewandt werden.
| Jaya Gupta und Jana Tipp zeigten klassische indische Tänze |
Besonders anschaulich war der Programmpunkt am Samstagabend, als die Tänzerinnen Sundana Jaya Gupta und Jana Tipp klassische indische Tänze vorführten und kommentierten. Hierbei faszinierte das Publikum neben der künstlerischen Leistung auch die eindrucksvolle traditionelle Bekleidung der beiden Tänzerinnen. Abgerundet wurde diese Veranstaltung durch landestypische Speisen, die während des Wochenendes von der Küche der Akademie serviert wurden.
Wolfgang Müller
Referent Theodor-Heuss-Akademie
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