Volles Rohr in die Zukunft – Aktuelle Herausforderungen für die europäische Verkehrspolitik
Auch in diesem Jahr konnten junge Studenten aus Deutschland und den Niederlanden die Theodor-Heuss-Akademie als Forum nutzen, um über die europäische Verkehrspolitik zu diskutieren. Mit angesehenen Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, von der Logistik bis zur Luftfahrt, wurde ihnen ein arbeitsintensives Programm geboten. Nach einer kurzen Einweisung in die aktuelle Verkehrssituation in Europa von Professor Hans-Helmut Grandjot, ehemaliger Lehrstuhlinhaber an der Hochschule Heilbronn, diskutierten die Studenten mit Rüdiger Bonneß, Deutsche Flugsicherung und Christian Labrot, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V.. Mit Klaus Teske, Nahverkehr Rheinland und Dr. Christoph Lerche, Deutsche Bahn AG, konnten die Studenten mit zwei Experten von Schienenverkehrsunternehmen ihr theoretisches Wissen ergänzen.
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Der Güterverkehr der Zukunft - Unter der Oberfläche |
Die Theodor-Heuss-Akademie steht in der Tradition, die Seminarteilnehmer aktiv in das Seminar mit einzubinden. So auch in diesem Jahr. Herausforderungen wie eine von den Studenten durchzuführende Podiumsdiskussion und die seit mehr als zehn Jahren bestehende Zukunftswerkstatt mussten gemeistert werden. Die Podiumsdiskussion versetzte die Studenten in die Rolle ihrer möglichen zukünftigen Arbeitgeber. Der Lerneffekt, auch fremde Positionen in der Öffentlichkeit zu vertreten und sich in die Argumentationsketten hineinzudenken, gab den Teilnehmern einen einmaligen Eindruck von den verschiedenen Interessen der unterschiedlichen Akteure. So mussten die simulierten Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft um die Gunst des Publikums ringen. Kreativität und der Blick über den eigenen Tellerrand waren in der Zukunftswerkstatt gefragt. Deutsche und Holländer mussten gemeinsam Ideen entwickeln, wie sich eine zukünftige europäische Verkehrsordnung gestalten würde. Das Jahr 2060 wurde dabei anvisiert und es ergaben sich viele kreative Ideen. So wurde von vielen Arbeitsgruppen die Trennung von Gütertransport und Individualverkehr vorgestellt, wobei die Hauptlast des Verkehrs der Untergrund tragen sollte. „Durch die Zukunftswerkstatt musste man eigene Ideen entwickeln und über seine Grenzen hinaus gehen“ sagte Sven Bauer, Student der Hochschule Heilbronn. Die Theodor-Heuss-Akademie bietet Studenten die Möglichkeit, über Grenzen hinweg neue Wege zu finden.
Andreas Feld
Referent für Kooperationsveranstaltungen