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US-Wahlen: "Hollywood und die Politik" in der THA

Boyse, Füßmann
Hoher Besuch aus Düsseldorf, US-Generalkonsul Matthew G. Boyse, reiste zur Eröffnung des Seminars "Hollywood und die Politik" nach Gummersbach und diskutierte mit den Teilnehmern über die Präsidentschaftswahlen in seinem Heimatland. Das Seminar ist der Auftakt einer Reihe der Theodor-Heuss-Akademie zu den Wahlen in den USA und nahm überdies den 100. Geburtstag des Hollywood-Schauspielers James Stewart (am 20. Mai) zum Anlass, um über die politischen Dimensionen des Hollywood-Films aufzuklären.

Stewart verkörperte wie sonst nur Gary Cooper und John Wayne die amerikanischen Werte und zählt noch heute zu den beliebtesten Stars des klassischen Hollywood. Im Seminar ging es in exemplarischen Schritten um den New-Deal-Optimismus der dreißiger Jahre, die demokratische Mobilmachung im zweiten Weltkrieg, die McCarthy-Ära in den fünfziger Jahren und den Wertewandel im US-Kino seit "Easy Rider".

Auch der "Western" als amerikanisches Genre par excellence fand vor allem durch Detmar Doerings pointierten Beitrag gebührend Berücksichtigung. Die spätestens seit Stewarts grandiosem Auftritt in Frank Capras "Mr Smith goes to Washington" (1939) wirksam werdende amerikanische "Freiheits"-Euphorie und -Mythologie wurde über die Jahrzehnte in Hollywood-Produktionen untersucht, bis zu den Präsidentenbildern in den weniger grandiosen US-Filmen der Gegenwart.

Klaus Füßmann
Leiter des Veranstaltungsprogramms
der Theodor-Heuss-Akademie

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