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Interkulturelle Öffnung von Behörden, Wohlfahrtsverbänden und Unternehmen

In Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Bochum konnten die Teilnehmer fundierte Kenntnisse und Einblicke in die Herausforderungen der zukünftigen Integrationsarbeit erhalten. Neben Vorträgen von Experten wie Frau Zacharaki, Deutsche Welle Rheinland, oder Frau Anne Wehkamp, Integrationsbeauftragte der Stadt Solingen, konnten die Teilnehmer während einer Exkursion nach Solingen in direkter Diskussion mit Vertretern von bikulturellen Kindergärten und einer Moschee, die theoretischen Kenntnisse mit der Praxis verbinden.
Dr. Stefan Buchholt
Besonders Herr Dr. Stefan Buchholt vom Kompetenzzentrum Integration des Landes Nordrhein-Westfalen konnte die gesamte Bandbreite der Probleme aufzeigen. So machte er auf den Umstand aufmerksam, dass Mitarbeiter in den Ausländerbehörden in erster Linie für verwaltungstechnische Fragen ausgebildet wurden. Nach der Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes mussten diese Mitarbeiter Integrationskurse organisieren und anbieten, ohne hierfür direkt ausgebildet zu werden.
Nach diesen Anlaufschwierigkeiten ist die derzeitige Zielsetzung, durch eine effiziente Vernetzung von bestehenden Angeboten seitens der Kommunen Synergien zu nutzen und anzubieten.
„Die nachholende Integration wird für die Kommunen immer wichtiger“, merkte Herr Buchholt an, „Neuzuwanderungen stellen nicht mehr die große Relevanz für Kommunen dar“.
Gerade aus diesen Gründen ist es wichtig, dass zugewanderte Gruppen als Potential für unsere Gesellschaft gesehen werden. Dieses Potential für Behörden, Wohlfahrtsverbänden und für Unternehmen zukünftig zu nutzen muss das Ziel für zukünftige Integrationsprogramme sein.

Andreas Feld
Referent Kooperationsveranstaltungen, Theodor-Heuss-Akademie

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