Wie mobil sind wir im Jahr 2063? Herausforderungen für die europäische Verkehrspolitik
Auch in diesem Jahr waren zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft eingeladen, die den Studenten einen ersten Einblick in die heutige Verkehrswelt boten. So konnten Herr Dr. Adolf Zobel, Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) und Herr Winfried Wenzel vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg, überzeugend die aktuellen Probleme darstellen, denen sich die Logistik und der öffentliche Personennahverkehr ausgesetzt sehen. Den Blick über den Horizont boten Rüdiger Bonneß von der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) in seinem Vortrag über die Zukunft der europäischen Flugsicherung und Ruud Hornman, Universität Breda, über die Verkehrsplanungen in den Niederlanden.
Diese Informationen nutzten die Studenten, um anschließend in Arbeitsgruppen der Frage nachzugehen: Wie sieht Mobilität im Jahre 2063 in Europa aus?
 |
Die Studenten stellen ihre Zukunftskonzepte vor |
2063 gestaltet sich der Individualverkehr weitgehend ohne Autos, hin zu individuellen Lösungen in Form von so genannten „Flexi Bubbles“. Diese, mit einem Touchscreen ausgestatteten, „Flexi Bubbles“ sollen auf Anforderung von Haus zu Haus bis zu fünf Personen transportieren können. Die Verfügbarkeit wird zeitunabhängig und europaweit auf Anforderung erfolgen, was den individuellen Bedürfnissen der Kunden entgegen kommt. Der Verkehr soll in Zukunft auf drei Ebenen abgewickelt werden, wobei Vakuumröhren den schnellen Transport übernehmen und der innerstädtische Nahverkehr auf Hochebenen erfolgen sollte. Der Rückbau der Straßensysteme in den Städten wird für eine Steigerung der Attraktivität des Stadtlebens sorgen. Eine zukünftige Nutzung der freigewordenen Flächen als Grünanlagen stellt einen großen Beitrag für die Umwelt in der Stadt dar. Durch die zunehmende Vernetzung der europäischen Staaten ist es auch notwendig, die Kommunikation zwischen den Menschen zu erleichtern. Aus diesem Grund wird es im Jahr 2063 einen eingepflanzten Übersetzer geben, der es den Menschen in Europa ermöglicht, ohne Probleme miteinander zu kommunizieren. Auch für die Verkehrssicherheit in Europa fanden die Studenten Lösungen für das Jahr 2063. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Trennung von Güter- und Personenverkehr. Dadurch, dass der Güterverkehr in einem eigenständigen Röhrensystem vollzogen wird, sind Unfälle zwischen LKWs und Autos 2063 ausgeschlossen.
Die Studenten gaben einen Eindruck über die Mobilität im Jahr 2063. Mit ihren Visionen zeigten sie, dass die zukünftige europäische Verkehrspolitik sich auf schnellere und effizientere Angebote für Mobilität einstellen muss. Die Zukunft für die Ansprüche an Mobilität in Europa muss heute vorbereitet werden.
Andreas Feld
Referent Kooperationsveranstaltungen, Theodor-Heuss-Akademie