"Nächstenliebe" heißt das im christlichen Sprachgebrauch, der moderne Geschäftsmann nennt es "Sozialkompetenz". Matthias Schulze ist solch ein moderner Unternehmer, zugleich FDP-Fraktionschef in Cottbus, und er beklagt nicht nur den sinkenden Ausbildungsstandard von Schulabgängern – es fehle ihnen auch zunehmend an eben dieser Sozialkompetenz. Auf einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Cottbus sagte Schulze: "Im vergangenen Jahr hatte ich rund 50 Bewerbungen, 40 davon musste ich gleich aussortieren." Nicht nur der schlechten Noten wegen: "Da kommen Leute aus der Schule, die sind nicht mehr in der Lage zu kommunizieren, die kann ich nicht als Dienstleister ausbilden."
Lausitzer Rundschau, 19.09.08
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