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27.02.2008: Marktwirtschaft in Schulbüchern - ein trauriges Kapitel

Die Berichte zur Abwanderung des Handy-Herstellers Nokia und der erneute Preisschub bei den Energieversorgern tragen erheblich zur Verunsicherung vieler Bürgerinnen und Bürger bei. Versagt unsere Marktwirtschaft? Sollte nicht der Staat massiv eingreifen und dem Unternehmertum Zügel anlegen? Fragen wie diese sind immer öfter zu hören und treffen quer durch die Republik immer mehr auf Zustimmung. Die politische Linke profitiert davon, das zeigen die Meinungsumfragen. Doch wie kommt es, dass bei wirtschaftlichen Problemen nicht nur das freie Unternehmertum, sondern zunehmend sogar die freie Marktwirtschaft selbst in Frage gestellt wird? Weil sie nur mit dem Zusatz „sozial“ akzeptabel erscheint?

Offenbar liegt es auch daran, dass viele Menschen in Deutschland ein höchst diffuses Verständnis marktwirtschaftlicher Mechanismen haben. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat acht Lehrbücher namhafter deutscher Schulbuchverlage analysiert und untersucht, wie Schülern Marktwirtschaft erklärt wird. Der Befund: Im Vordergrund stehe vor allem „die Vermittlung von handfesten politischen Interessen und einer antiliberalen Ideologie. Die Kinder sollen zu staatsgläubigen Untertanen erzogen werden, die alle Probleme der Welt darauf zurückführen, dass es zuviel Markt und damit zu viel Freiheit und zu wenig Zwang gäbe.“

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