Die überwiegende Mehrheit der israelischen Bevölkerung stellt seit fast 60 Jahren unter Beweis, dass Werte wie freie Wahlen, persönliche Freiheit und Meinungsfreiheit zu den Eckpfeilern einer freien und rechtsstaatlichen Gesellschaft gehören. Dessen ungeachtet ist eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen der theoretischen Befürwortung liberaler und demokratischer Werte einerseits und ihrer praktischen Umsetzung andererseits festzustellen. Dies belegt eine repräsentative Meinungsumfrage, die die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit durchgeführt hat.
Diese Diskrepanz wird besonders sichtbar in Fragen, die den Umgang mit Minderheiten betreffen. Einerseits befürwortet die große Mehrheit der israelischen Öffentlichkeit in allen Bevölkerungsgruppen liberal-demokratische Werte (75-95 Prozent) und die Gleichstellung aller Staatsbürger ungeachtet ihrer ethnischen oder religiösen Affilierung (77 Prozent). Über die Hälfte der Befragten sprechen sich auch für den Schutz der Bürgerrechte der arabischen Minderheit aus. Demgegenüber befürworten jedoch 64 Prozent der Gesamtbevölkerung die Initiierung eines Gesetzes, dass es nur Juden ermöglicht, in das Amt des Premierministers gewählt zu werden.
Die ausführliche Pressemitteilung als PDF können Sie hier herunterladen. Einige Grafiken zu den Ergebnissen finden Sie hier.
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