Friedrich-Naumann-Stiftung erstmals unter dem neuen Namen „Friedrich Naumann – Stiftung für die Freiheit“ in der Öffentlichkeit
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| Reger Besuch: 1. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor |
Gerade deshalb geht es der Friedrich-Naumann-Stiftung darum, die Menschen von der faszinierenden Vielfalt einer freiheitlichen Gesellschaft zu überzeugen. Dies zeigt sich in ihrem neuen Namen, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, und auch in ihrem Programm, das künftig noch deutlicher für den Wert der Freiheit – im doppelten Wortsinne – wirbt
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| Prof. Dr. Dr. Di Fabio und Dr. Wolfgang Gerhardt |
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| Begrüßungsworte: Dr. Wolfgang Gerhardt |
Doch erscheine ein auf die Willensfreiheit eines jeden Einzelnen gründende Sozialmodell (nicht nur heute) vielen „als naiv, viel zu einfach.“ Menschen, so spannte Di Fabio den Bogen zur Realität, werden zwar rechtlich frei geboren: „Am Anfang steht das Urvertrauen in die eigene Kraft.“ Aber „praktisch wächst die Fähigkeit zur Freiheit in einer sorgenden Umgebung, braucht Pflege, Erziehung und Bildung. Nicht jeder Mensch kann dem humanistischen Bildungsideal entsprechen, nicht jeder kann erfolgreicher Unternehmer werden, nicht jeder kann Vermögen und damit wirtschaftliche Unabhängigkeit für sich schaffen.“
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| Aufmerksamer Zuhörer: Focus-Chefredakteur Helmut Markwort |
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| Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio |
Überschätzung politischer Herrschaft – ein Kardinalfehler
Der Grund: Notwendige Solidarität, die aus Gemeinschaftsbindungen (etwa der Familie oder der Nachbarschaft) stammt, sei zu einer knappen Ressource der freien Gesellschaft geworden, die nicht beliebig durch das politische System, also durch den Staat, seine öffentliche Meinung und seine überstaatlichen Netzwerke ersetzt werden könne. Zugleich gelte: Wenn ein Problem erst einmal „in die Mühle des Politischen geraten sei, werde es erst einmal so beschrieben, „dass es mit politischen Mitteln lösbar erscheint, völlig unabhängig davon, ob das sachlich zutrifft oder nicht.“
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| Zusätzliche Plätze auf der Treppe des Atriums der Dresdner Bank |
Ein Freiheitskorrektiv für den vermeintlich omnipotenten Staat
Protagonisten der jeweiligen politischen Lösung, so führte Di Fabio aus, bemühten sich in diesem Kontext natürlich darum, „als fortschrittlich, aktiv, handlungsfähig und aufgeschlossen“ dazustehen. Abgerechnet werde aber erst viel später, wenn nach den Kosten, nach dem Erfolg, nach unvorhergesehenen Nebenwirkungen gefragt werde. Dieser Mechanismus mit seiner instrumentellen Verengung sei kein Skandal, sondern im Grunde unvermeidlich. Aber, so Di Fabio: „Ihm fehlte in der Vergangenheit häufig ein auf Freiheit pochendes Korrektiv.“
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| Beifall von Werner Hoyer, Rainer Brüderle und Hermann Otto Solms |
Doch habe Freiheit auch eine Komponente, deren Betonung ganz zu Unrecht bei einigen als zu konservativ verschrien sei, so schrieb Di Fabio den Liberalen ins Stammbuch: Die Freiheit zur Gründung nichtstaatlicher Gemeinschaften, wie der Familie, des Vereins oder der Sozialpartnerschaft. Allerdings, so schloss der Rechtsgelehrte seine Ausführungen: „Wer heute für mehr Freiheit und mehr freiwillige Bindung zugleich - weil zusammengehörend - wirbt, der darf getrost als weltoffen, vernünftig, meinetwegen auch progressiv, jedenfalls aber immer als liberal bezeichnet werden.“
Downloads:
Video von der Veranstaltung
Manuskript der 1. Berliner Rede zur Freiheit von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio
Manuskript der Rede von Dr. Wolfgang Gerhardt
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