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| Saal der UNO-Generalversammlung |
Menschenrechtsrat: Mehrheit der menschenrechtsverletzenden Staaten
Alle drei Diskutanten stimmten darin überein, dass es keine Alternative zur UN gebe und es müßig sei, über deren Abschaffung zu diskutieren, so lange die Mitgliedstaaten keine ausreichende Bereitschaft zur Änderung der Politik zeigten. Marianne Heuwagen verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die nächste US-Regierung sich wieder stärker für die Weltorganisation engagieren werde. Das demonstrative Desinteresse der aktuellen US-Regierung an den Vereinten Nationen sei für das Anliegen der Menschenrechte außerordentlich schädlich gewesen. Volkmar Deile warnte vor zu viel Pessimismus und davor, sich bei der Beurteilung ausschließlich auf den Menschenrechtsrat zu konzentrieren, in dem heute menschenrechtsverletzende Staaten die Mehrheit haben. Immerhin gebe es auch einige andere UN-Menschenrechtsorganisationen, die, von der Öffentlichkeit eher unbemerkt, sehr gut und effektiv arbeiteten. Es sei ein altbekanntes Wahrnehmungsphänomen, unter dem auch die UN-Menschenrechtspolitik zu leiden habe: „Die schlechten Nachrichten haben Flügel, nicht die guten“, sagte er.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird sich im 60. Jubiläumsjahr der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte weiterhin mit diesem Thema befassen.
Christian Taaks
Liberales Institut
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